Donnerstag, 31. März 2011
Selten Regen und viel Sonne ist auf der Halbinsel Ponta de São Lourenço die Regel. Die einzigartige, karge Landschaft bietet tolle Aussichten auf den Atlantik, wilde Gesteinsformationen und Pflanzen, die sonst nirgendwo auf der Insel vorkommen. Die Wanderung beginnt am Ende der Straße von Canical nach Sao Lourenco, führt an einigen Aussichtspunkten vorbei und über einen schmalen Grat bis zum Haus Cais do Sardinha. Dort ist der Aufstieg auf den Pico do Furado möglich.
| Ziel | São Lourenço |
| Zeitdauer | 2:50 h:m |
| Wegstrecke | 8 km |
| Maximale Höhe | 13 m |
| Minimale Höhe | 172 m |
| Aufstieg | 370 m |
Hmmm ...
Diese Halbtageswanderung bildete den Abschluss unserer Wanderwoche auf Madeira und hob sich in ihrer Charakteristik stark von den vorhergehenden Wanderungen ab. Für den kargen und staubigen Weg wurden wir entschädigt durch Ausblicke auf spektakuläre Felsformationen im Atlantik. Den schmalen Grad konnten wir problemslos gehen, da er gut gesichert ist (bei starkem Wind ist es eventuell etwas schwierig). Für den Aufstieg auf den Pico do Furado muss man trittsicher sein, hat oben aber eine tolle Aussicht. Früh am Morgen war die Sonne auf dem Hinweg auch erträglich, auf dem Rückweg hat uns die Sonne dann aber sehr zugesetzt.

Mittwoch, 30. März 2011
Eine tolle, aber auch sehr beliebte Aussichtsplattform ist von Ribeiro Frio in nur zwanzig Minuten zu erreichen. Anschliessend bietet es sich an, der Levada do Furado zu folgen und über die Hochebene Feiteiras de Baixo zurück nach Ribeiro Frio zu wandern.
| Ziel | Riberiro Frio |
| Zeitdauer | 3:00 h:m |
| Wegstrecke | 11 km |
| Maximale Höhe | 1190 m |
| Minimale Höhe | 841 m |
| Aufstieg | 370 m |
Hmmm ...
Der Ausblick vom Aussichtspunkt Balcões ist grandios. Wie an einer Schnur reihen sich die großen Berge Madeiras aneinander, während man auf der anderen Seite bei guter Sicht bis zum Antlantik schauen kann. Wir haben diesen Punkt noch vor 11 Uhr besucht, um die Touristengruppen (die uns auf dem Rückweg entgegen kamen) zu vermeiden.
Der zweite Teil der Wanderung beginnt wieder bei Ribeiro Frio und stößt bald auf die Levada do Furado, der wir einige Zeit auf einem bequemen Weg gefolgt sind. Wichtig ist, bei der betonierten Levadabrücke nicht weiter dem Portelaweg zu folgen, sondern den steilen Aufstieg zur Hochebene Feiteiras de Baixo zu beginnen. Dieser Abschnitt ist sehr feucht und dementsprechend rutschig gewesen. Auf der Hochebene selbst, bot sich uns dann aber wieder ein fantastischer Blick. Den Abstieg auf alten Madeirawegen, kurz nach der Farm Chão das Feiteiras, empfanden wir als sehr anstrengend.

Dienstag, 29. März 2011
Interessant ist es eine erste Wanderung an der Nordseite und eine zweite Wanderung an der Südseite der Hochebene Paul da Serra an einem Tag zu kombinieren. Während auf dem Weg zum Pináculo, einem steil aufragenden Felsen, immer mit Feuchtigkeit und Wolken zu rechnen ist, bietet der Weg entlang der Levada do Paul meist perfektes Wetter mit viel Sonnenschein.
| Ziel | Pináculo & Cristo Rei |
| Zeitdauer | 3:40 h:m |
| Wegstrecke | 14 km |
| Maximale Höhe | 1630 m & 1314 m |
| Minimale Höhe | 1447 m & 1276 m |
| Aufstieg | 230 m |
Hmmm ...
Auf diese Kombination sind wir eigentlich nur aus der Not heraus gekommen. Da der erste Teil zum Pináculo teilweise sehr wolkenverhangen war und es auch kaum Aussicht auf Besserung des Wetters gab, haben wir kurzfristig umdisponiert und haben nachmittags die Wanderung an der Levada do Paul unternommen (statt einer zweiten Wanderung an der Nordseite der Hochebene). So haben wir an einem Tag die zwei ganz unterschiedlichen Wettersysteme der Insel kennengelernt.
Die Wanderung zum Pináculo war stellenweise recht rutschig und nicht immer gut gesichert. Leider gab es nur vereinzelt schöne Ausblicke durch die Wolken. Besonders am Aussichtspunkt Bica da Carna war die Sicht sehr eingeschränkt.
Jede Menge Kühe sind uns auf dem Weg entlang der Levada do Paul begegnet. Teilweise mussten wir uns mit den Kühen auch um den Vorrang auf dem schmalen Levadaweg streiten. Da die Levada kaum einen Höhenunterschied überwindet, war dies eine einfache Wanderung bei allerdings starker Sonneneinstrahlung.
Das Höhenprofil zeigt nur die Strecke zum Pináculo, da die zweite Strecke bei Cristo Rei fast eben verläuft.

Sonntag, 27. März 2011
Die Wanderung zu den 25 Quellen im immergrünen Rabaçal ist ein sehr schöner, aber auch sehr bekannter Levadaweg auf Madeira. Im Anschluß an die 25 Quellen lässt sich noch gut der Abstieg zur Levade da Rocha Vermelha bewältigen, bevor es am Ende wieder hinauf zum Forsthaus Rabaçal geht. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Rabaçal 2 Kilometer und 200 Höhenmeter entfernt vom Forsthaus.
| Ziel | Rabaçal |
| Zeitdauer | 3:30 h:m |
| Wegstrecke | 12 km |
| Maximale Höhe | 1286 m |
| Minimale Höhe | 825 m |
| Aufstieg | 530 m |
Hmmm ...
Puuuh, das war aufregend. Der Auftstieg zum Forsthaus Rabaçal am Ende dieser Wanderung war durch einen Erdrutsch komplett verschüttet worden. Über den ungesicherten Erdrutsch ist uns der Aufstieg mit einigem Herzklopfen aber doch gelungen.
Begonnen hat alles recht harmlos auf dem Parkplatz Rabaçal an der ER110. Von hier sind es etwa 2 Kilometer auf einer asphaltierten Straße bis zum Forsthaus Rabaçal. Dieses Stück kann man sich auch von einem Kleinbus fahren lassen. Der Levadaweg zu den 25 Quellen ist recht bekannt und war auch an diesem Tag recht gut besucht. Zum Glück waren wir früh genug unterwegs und konnten den größeren Reisegruppen aus dem Weg gehen. Deutlich einsamer wurde es auf dem zweiten Teil der Wanderung hinunter zur Levada da Rocha Vermelha. Bis auf ein kurzes Stück am Umkehrpunkt ist diese Strecke zwar teilweise rutschig, aber gut gesichert. Richtig spannend wurde es am Ende mit dem bereits erwähnten Erdrutsch.

Samstag, 26. März 2011
Die Wanderung zum Caldeirão Verde, dem "grünen Kessel", kann an zwei Punkten begonnen werden. Entweder im Feriendorf Rancho Madeirense oder bei der Casa das Queimadas, wobei die erste Variante insgesamt etwa 45 Minuten länger dauert. Der Weg überwindet insgesamt nur etwa 120 Bergaufmeter und ist daher wenig anstrengend. Zur Ausrüstung sollte auf jeden Fall eine Taschenlampe gehören, da mehrere Tunnel durchquert werden müssen.
| Ziel | Caldeirão Verde |
| Zeitdauer | 3:30 h:m |
| Wegstrecke | 20 km |
| Maximale Höhe | 964 m |
| Minimale Höhe | 880 m |
| Aufstieg | 120 m |
Hmmm ...
Der Abschnitt zwischen Rancho Madeirense und Casa das Queimadas ist ein nicht besonders spannender Spaziergang, den man machen kann, aber nicht machen muss. Ab der Casa das Queimadas führte uns der Weg abwechslungsreich an der Levada entlang und durch Tunnels hindurch. Die Levada ist bis zum Caldeirão Verde sehr gut gesichert, aber zwischendurch tropft das Wasser öfter von oben direkt auf den Weg. Caldeirão Verde liegt etwas abseits des Weges, ist aber kaum zu verpassen, da zum einen ein Schild darauf hinweist und zum anderen der weiter führende Weg nach wenigen Metern plötzlich nicht mehr gesichert ist. Die Wanderung ist recht bekannt und daher sind uns auch viele Wanderer begegnet.
Freitag, 25. März 2011
Der Aufstieg auf den Chão dos Terreiros beginnt im kleinen Dorf Fontes zunächst auf einen Forstweg und endet schliesslich auf einem schmalen Pfad am Gipfelstein. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht auf die Berge Madeiras. Der Rückweg nach Fontes führt durch alte Kulturlandschaften mit Ginster, Eukalyptus und alten Kastanienbaumwäldern.
| Ziel | Chão dos Terreiros |
| Zeitdauer | 3:16 h:m |
| Wegstrecke | 11 km |
| Maximale Höhe | 1434 m (korrigiert) |
| Minimale Höhe | 932 m (korrigiert) |
| Aufstieg | 510 m |
Hmmm ...
Beschauliche Rundtour, die gut als Einstieg in unsere Wanderwoche geeignet war. Der Rückweg führte uns teilweise über asphaltierte Strassen und konnte nicht ganz mit dem Aufstieg mithalten. Die tollen Aussichten waren durch Hochnebel zeitweise getrübt, am Gipfelstein gab es dann aber freie Sicht in fast alle Richtungen. Die Anfahrt nach Fontes war mit den steilen und engen Straßen ein kleines Abenteuer. In Fontes gönnten wir uns beim Betreiber des lokalen Ladens ein Eis.

Donnerstag, 24. März 2011
 Madeira ist als Blumeninsel mit ganzjährig mildem Klima bekannt. Die gesamte Insel ist durchzogen von künstlichen Wasserläufen, den sogenannten Levadas, die meist gut begehbar sind und die Insel deshalb für Wanderer sehr attraktiv machen. Angereist sind wir mit dem Flugzeug nach Funchal. Übernachtet haben wir in Caniço de Baixo.
| Tag | Tour | Wegstrecke | Zeitdauer | Aufstieg |
| 1 | Chão dos Terreiros | 5 | 11 km | 3:20 h:m | 510 m |
| 2 | Caldeirão Verde | 27 | 20 km | 3:30 h:m | 120 m |
| 3 | Rabaçal | 46+47 | 12 km | 3:30 h:m | 530 m |
| 5 | Pináculo & Cristo Rei | 40+43 | 14 km | 3:40 h:m | 230 m |
| 6 | Riberiro Frio | 18+20 | 11 km | 3:00 h:m | 370 m |
| 7 | São Lourenço | 12 | 8 km | 2:50 h:m | 370 m |
| Die Zeitdauer ist jeweils ohne Pausen angegeben. Die Nummern hinter den Namen der Touren entsprechen den Nummern aus dem Rother Wanderführer "Madeira" (6. Auflage) aus dem die Tourenvorschläge stammen. |
Ausgehend von dem Ort Caniço sind die Startpunkte der Touren leicht mit dem Auto erreichbar.
Hmmm ...
Die Blumeninsel Madeira konnte im März noch nicht ihre volle Pracht entfalten und die meisten Blütenknospen blieben für uns verschlossen. Das Wetter konnte sich aber sehen lassen, da es die ganze Woche warm und trocken war. Nur in der Höhe hatten wir öfter Nebel und ganz vereinzelt fielen ein paar wenige Regentropfen vom Himmel. Einen kurzen Schreckmoment mussten wir gleich zu Beginn der Reise verkraften, als unser Flugzeug die ins Meer ragende Landebahn des Inselflughafens wegen heftiger Scherwinde zweimal anfliegen musste (und beim ersten Mal hat es knapp über dem Boden wirklich bedenklich stark geschwankt).
Unsere Wandertouren führten zum großen Teil an den berühmten Levadas entlang, was die Anzahl der Höhenmetern in Grenzen hielt (im Gegensatz zu unserer Wanderwoche auf Korsika im letzen Jahr). Viele Wege bieten recht wenig Schatten und sind an sonnigen Tagen dementsprechend anstrengend. Leider konnten wir die Königstour durch das Zentralgebirge nicht unternehmen, da die meisten Wege dort wegen Winterschäden noch gesperrt waren.
Die typischen Speisen Madeiras, beispielsweise Espetada (Rindfleisch am Spiess), Bacalhau (Stockfisch) oder Espada (Schwarzer Degenfisch), sind lecker, obwohl wir im touristischen Caniço de Baixo nicht immer mit der Wahl unseres Restaurants zufrieden waren. Gute einheimische Küche gibt es in Santa Cruz an der Ostküste.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Weithin bekannt dürfte heute sein, dass Spinat nicht soviel Eisen enthält, wie lange Zeit behauptet. Weniger bekannt dagegen ist wahrscheinlich, dass auch die häufige Erklärung für diesen Irrtum, ein falsch gesetztes Komma in einem Messergebnis, nicht belegbar ist. Wichtig zu wissen ist jedenfalls, dass Spinat fast doppelt soviel Oxalsäure wie beispielsweise Rhabarber enthält. Deshalb ist für nierenkranke Menschen Vorsicht geboten.
Hmmm ...
Statt Spinat habe ich Mangold verwendet und leider war es nicht möglich eine Hähnchenbrust mit Haut zu bekommen. Das Gericht hat trotzdem ganz gut geschmeckt und ist schön schnell zubereitet. Leider kommen die Aromen vom Ingwer und vom Koriander nicht besonders gut heraus.
"Hähnchenbrust mit Spinat" vollständig lesen
Samstag, 12. Februar 2011
Aus den Samen des Kakaobaumes wird Kakaopulver gewonnen. Kakaopulver ist der Grundstoff für die Herstellung von Schokolade. Von den fast 12 Kilogramm Schokolade, die jeder Deutsche pro Jahr konsumiert, empfiehlt es sich, einen Teil auch in Form dieser köstlichen Schokoladenmousse zu sich zu nehmen.
Hmmm ...
Diese Schokoladenmousse ist super. Vor allem schmeckt sie sehr nach Schokolade und ist dabei nicht zu süß. Der Sesamkrokant ist eine klasse Idee
"Schokoladenmousse" vollständig lesen
Beim Einkauf sollte Wurzelpetersilie nicht mit Pastinaken verwechselt werden, da beide Pflanzen recht ähnlich aussehen. Wurzelpetersilie ist eine Unterart der Petersilie und hat einen süßlichen Geschmack, der etwas an Knollensellerie erinnert. Die Pflanze ist ein typisches Wintergemüse deren Saison etwa im Oktober beginnt.
Hmmm ...
Das Püree ist mir zu süß. Ich würde das nächste Mal den Zucker komplett weglassen.
"Zander und Petersilienwurzelpüree" vollständig lesen
Der Klassiker unter den Dosenfertiggerichten sind Ravioli. Das Resteessen mittelalterlicher Seeleute kam mit dem Massentourismus in Richtung Italien zu großer Beliebtheit. Natürlich ist die selbstgemachte Variante der Dose um Längen überlegen.
Hmmm ...
Wir haben noch ein paar Walnüsse über die Ravioli gestreut.
"Ravioli mit Spinat und Ricotta" vollständig lesen
Orangen filetieren ist mit einem scharfen Messer recht einfach. Erst wird von der Orange oben und unten ein Deckel abgeschnitten. Dann schneidet man die Schale vom Fruchtinneren so ab, dass auch das weiße Häutchen entfernt wird. Nun kann man im Fruchtfleich die einzelnen Abschnitte erkennen und kann diese keilförmig herausschneiden.
Hmmm ...
Nicht überragend, aber gut.
"Fenchelsuppe" vollständig lesen
Wir steigern uns bei unserem unregelmässigen Kochtreffen von Einzelgerichten über 3-Gänge-Menüs zu unserem ersten 4-Gänge-Menü. Diesmal sind unter anderem Rezepte von Vincent Klink und Jamie Oliver am Start.
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Donnerstag, 10. Februar 2011
Frikadellen werden in der Regel aus Hackfleisch vom Schwein oder vom Rind zubereitet. Passender ist aber wahrscheinlich, wie in diesem Rezept, eine Frikadelle aus dem Fleisch vom Kalb herzustellen. Denn der Begriff Frikadelle kommt vermutlich von dem französischen Ausdruck fricandeau, mit dem eine gespickte Kalbsschnitte bezeichnet wird. Andere gebräuchliche Bezeichnungen für Fikadellen sind Buletten, Fleischpflanzerl oder Fleischküchle.
Hmmm ...
Die Kalbsfrikadellen sind sehr locker. Der Chicorée war mir zu süß. Die Zubereitung ist etwas aufwändiger.
"Kalbsfrikadellen mit Steinchampignons und Chicorée" vollständig lesen
Sonntag, 6. Februar 2011
Der Filetkopf vom Rind wird nach dem französischen Schriftsteller und Politiker François-René de Chateaubriand auch als Chateaustück oder Chateaubriand bezeichnet. Aus dem breiten, hinten liegende Ende der Lende wird das Chateaubriand üblicherweise in einer für zwei Personen ausreichenden Größe geschnitten.
Hmmm ...
Das Fleisch ist super (obwohl 300 Gramm für zwei Personen - und für ein Chateaubriand - etwas wenig sind). Auch das Gemüse schmeckt. Leider lässt die Farbe zu wünschen übrig.
"Rinderfilet mit getrockneten Tomaten" vollständig lesen
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